18.03.: Wow, wow und wow!

18 03 2012

Hallo zusammen,

Da bin ich wieder – sicher zurück von den Elephanten. Es war der Knaller!! Aber der Reihe nach. Zusammen mit Anne und veronique wurde ich erst mal von Lai und Philipp zum Busbahnhof gebracht. Der Bus fuhr um 09.00 los, Wwir musste Schon um 07.30.Uhr da sein, denn der Bus fährt, wenn er voll ist und das war am Ende um 08:15Uhr. Wir sind mit einem Local-Bus gefahren und so kam ich in denGenuss von laotischer Technik 🙂 lässt es mich mal so sagen: Wenn dieser Bus 3 Stunden bergauf- und bergab überlebt, übertreibt es der deutsche TÜV echt mächtig 🙂 Wir haben an Bord noch für ein bisschen Wirbel gesorgt, weil irgendwas mit den Plätzen war. Keine Ahnung, irgendwann hatte sich jeder beruhigt und es ging los. Gute 3 Stunden kamen wir in Sayaibouri an und wurden direkt abgeholt. Tja, und der Rest ist Geschichte – 3 Tage und 2 Nächte Elephanten pur. Da weiß ich echt nicht, wo ich anfangen soll zu erzählen. Das Camp hat im November 2011 aufgemacht und entsprechend neu ist alles. Es gibt nur einfache Bungalows mit Gemeinschaftstoiletten und -Duschen. Strom liefern -soweit machbar- 2 Kollektoren und jeder Bungalow hat noch mal 12V Solarzelle für 2 kleine Lampen. Telefon gibt es nur per Satellit -kurzum: Abgeschieden und wunderschön.
Am ersten Tag hieß es ankommen, Elefanten und ihre Mahuts kennen lernen und vor allem zu sehen, wie ein Elefant bestiegen wird 🙂 tja, und dann hieß es selber machen. Hahahahahahaha – nee kein Scherz!Der Elephant bückt sich, man tritt auf sein Bein, greift das andere Ohr und zieht sich hoch – das ganze ziemlich schnell, denn der Elefant steht sofort auf, wenn man ansatzweise auf ihm drauf ist 🙂 dann nach vorne in den Nacken rutschen und mit den Beinen festhalten. Oh mein Gott :)!! Naja, wie das dann „Live“ ist, kann ich euch natürlich nicht sagen, aber ich hoffe, die Bilder geben einen guten Eindruck. Danach ging es zum baden – wir saßen am Steg und haben diesem wunderbaren Spiel zwischen Mahuts und Elefanten zugeschaut. Danach werden die Elefanten jeden Tag in den Wald gebracht, dort ruhen sie und fressen. Jeder an seinem Platz. Danach noch ein leckeres Abendessen (Ich bin wirklich erstaunt über die Küche) und dann ab ins Bett. Duschen konnte ich nicht mehr – es war schon zu dunkel 🙂 und natürlich fiel auch gelegentlich der Strom aus und gegen 20:00 machte es klack und der Akku der Kollektoren hatte auch keinen Saft mehr – wie gut, dass es Taschenlampen gibt. Geschlafen habe ich wunderbar – da konnte mich auch die handtellergoße Spinne nicht dran hindern, die über meinem Moskitonetz hing – es war ja das Netz drüber 🙂 und wo sie heute morgen war, keine Ahnung.
Der nächste Tag: Ich stand einfach auf, weil es draußen hell war und ich die ersten Stimmen hören konnte. Es war gerade 06:50 – als genügend Zeit für den Sonnenaufgang, Duschen, Zähneputzen etc. Danach ein leckeres Frühstück und dann die Elefanten wieder abholen. Irgendwann gab mir der Mahut ein Zeichen zu warten und wenige Minuten später krachten die Bäume und da war er wieder – mein Elefant 🙂 (naja, ich Sage das, weil ich hier die ganze Zeit auf ihm „reite“).
Ich war sehr erstaunt, wie wendig die Elis sind im Wald, denn es ist ziemlich steil. Hatte mich schon gefragt, wie sich das anfühlt und ehe ich es mir versah, Bot mit der Mahut an, den Elefanten ins Camp zu reiten. Tja, was willst du da sagen – außer „Ja“. Also -wie ich seit heute weiß- mep oder mep Long und der Elefant weiß Bescheid. Wenige Sekunden später wusste ich dann, wie es sich anfühlt 🙂 das war schon sehr cool. Direkt danach ging es ins Mahut-Training und wir haben Basic-Kommandos gelernt. Pai = geh / Hao = Stop / Kwa = rechts (wobei man dem Elefanten mit dem linken FUß das parallel auch noch zeigen muss)/ Sai = links (das selbe mit dem anderen Fuß)/ toy = Rückwärts (mit einem Klaps auf den Kopf) – alles klar, na dann wieder rauf auf den Eli und zeigen, was ich gelernt habe.
Wir „mussten“ dann eine 8 laufen, was gar nicht so einfach war 🙂 Im Anschluss baden und dann Pause – und ich war echt kaputt *g* Also erst mal ne halbe Stunde pennen – in der Hitze geht sowieso nicht mehr von 10.30 – 14:30 Uhr. Mittagessen war sehr lecker und anschließend sind wir zu den Baby-Elefanten gelaufen. Das war sooooo süß!! Vor allem, wenn sie nur 5m entfernt sind. Ich habe ein paar Bilder eingestellt. mit dem Boot dann Retour zum Camp und nach einem kurzen Drink und dem Tausch meiner Speicherkarte wieder zum baden *g* Und nach diesem wunderbaren Spiel bekamen die Elis („meiner“ hiess übrigens Dongkruun) wieder ihre 30m Kette an, damit sie nicht wegrennen in der Nacht, und es ging zurück in den Wald ( Ist klar, dass ich noch mal gefragt habe – und Zack: ein letzter Ritt :)) so cool! So sitze ich jetzt auf meiner Veranda und genieße die Geräusche der einsetzenden Nacht – morgen geht es mit dem Bus zurück nach Luang Prabang und ich habe noch keine Idee, was ich dann mache bzw. Was das überhaupt toppen kann. Alors, merci beaucoup Veronique e Anne encore une fois! C’etait genial e magnifique!!!!!!!!!! Heute kam ein deutsches Pärchen an und nach einer Stunde war es auch um sie geschehen 🙂 Sie haben den Boottrip gemacht, den ich überlegt hatte. 2 Tage den Mekong lang, Richtung Thailand. Aber ich habe jetzt 3 kennengelernt, die das gemacht haben und alle sind dabei krank geworden – also lass ich das mal lieber. Es wird andere Dinge geben. So, dann werde ich das Pad mal wieder weglegen und mich ausruhen 🙂 Ich Wünsche euch viel Spaß mit den Bildern!

Alles Liebe, Ulf
Nachtrag: Die Rückfahrt war ein Abenteuer! Die Strasse ist hier ja nicht geteert und somit sind es einfach nur buckelige Sandpisten. Ich kann euch sagen: Jetzt weiß ich definitiv, warum soooooooooo viele Asiaten Staubmasken tragen. NiE WIEDER eine Bustour hier ohne Maske!!!!! Das ja echt unnormal – soviel Staub und Sand hatte ich definitiv noch nie in meiner Lunge, denn das der Bus keine Klima hat, muss man natürlich die Fenster aufmachen, sonst wirst ja blöd 🙂 Ich bin echt immer noch beeindruckt, dass die Busse überhaupt fahren. Unserer heute hatte einen vertikalen Riss in der gesamten Windschutzscheibe und war dann rechts mit Tape angeklebt 🙂 bei jedem Schlagloch, also jede halbe Nano-Sekunde, konnte man sehen, wie die Scheibe kurz nach vorne ging und dann wieder anschlug:) großartig! Und das der für 45 Personen ausgelegte Bus am Ende 60 Leute transportierte, ist wohl klar. Wir hatten kleine Plastikhocker, die man in den Gang stellt. Irgendwie schon cool und wenn man es überlebt, definitiv erinnerungswürdige Geschichten. Zurück in LP habe ich mir mal ein anderes Guesthouse angeschaut – furchtbar! Es stank nach Schimmel und sollte das Selbe kosten, was ich hier in die Familienkasse werfe. Nun bin ich also wieder bei Lay und Philipp. So süß – Lay hat mich erst mal umarmt und sich gefreut, dass ich wieder da bin. Veronique und Anne sind weiter nach Vientianne, ich habe Alicia noch wieder getroffen – sie fährt heute mit dem Nachtbus nach Vientianne und ich plane mit den beiden Schweizern, Gabi und René, nach Nong Khiao zu fahren. Mal schauen, macht einen sehr schönen Eindruck und ist eben noch sehr natürlich.

 
Ach ja: Sophie und Christoph, sollte euer Beitrag auf RTL ausgestrahlt werden, sagt bitte Bescheid. Danke euch – es war klasse euch kennen zu lernen und viel Spaß noch auf eurer Reise. Sorry auch an Paul und Chris – das Bier holen wir morgen bei euch auf der Veranda nach, dann könnt ihr mir noch mal erzählen, dass ich lieber Australien statt Neuseeland machen soll 🙂 ich mache es aber trotzdem nicht!! *g*



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2 Antworten zu “18.03.: Wow, wow und wow!”

  • Gabi sagt:

    Das hört sich ja echt cool an!!! Man hätte als Mäuschen dabei sein müssen!!!! Meine Trip nach „Newtown“ morgen wird sicher nicht so spektakulär, allerdings fahre ich auch mit dem Bus.
    Alles Liebe für dich weiterhin, Ulf!!!!
    (Satz gelöscht)

  • rtwhh2012 sagt:

    Hallo,
    das war echt richtig cool 🙂 Wünsche dir ganz viel Spaß in „Newtown“ und grüß alle von mir!! Ich drück euch ganz doll.

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